Wir beraten und unterstützen sie bei der Antragsstellung zur Kostenübernahme der pflegenden Versorgung.
 
Was bedeuten die Pflegestufen?
 
Der Umfang der Leistungen Ihrer Pflegeversicherung hängt davon ab, wie viel Unterstützung Sie in den maßgeblichen Bereichen zur Ermittlung der Pflegebedürftigkeit brauchen. Da mit zunehmendem Umfang des Pflegebedarfs auch der Grad der Pflegebedürftigkeit steigen kann, ist der Leistungsanspruch nach so genannten Pflegestufen gestaffelt.
Derzeit gibt es drei Pflegestufen  die nach Schwere der Pflegebedürftigkeit gestaffelt sind. Die “Pflegestufe 0″ wird offiziell nicht als Pflegestufe bezeichnet. Die korrekte Bezeichnung sollte lauten: “zusätzlichen Betreuungsleistungen bei eingeschränkter Alltagskompetenz” jedoch hat sich der Begriff Pflegestufe 0 etabliert.
 
• Pflegestufe 0
Eingeschränkte Alltagskompetenz
• Pflegestufe I
Erheblich pflegebedürftig
• Pflegestufe II
Schwerpflegebedürftig
• Pflegestufe III
Schwerstpflegebedürftig
 
Pflegestufe 0
„zusätzliche Betreuungsleistung bei eingeschränkter Alltagskompetenz“
Pflegebedürftige Menschen in häuslicher Pflege erhalten auf Antrag zusätzliche Leistungen, wenn sie aufgrund einer dauerhaften Einschränkung ihrer Alltagskompetenzen einen erheblichen Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung haben.
Dies ist häufig bei altersverwirrten, geistig behinderten oder psychisch kranken Pflegebedürftigen gegeben und kann sich beispielsweise durch unkontrolliertes Verlassen der Wohnung oder Verkennen bzw. Verursachen gefährdender Situationen äußern.
Die Schwere der Einschränkungen in der Alltagskompetenz wird durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) festgestellt.
Die Betreuung an Demenz erkrankter pflegebedürftiger Menschen ist eine besonders große Herausforderung für die Angehörigen. Hier wurde gezielt die Unterstützung durch mehr Leistung ausgebaut.Es stehen entweder 104 Euro (Grundbetrag) oder 208 Euro (erhöhter Betrag), je nach Einstufung durch die Pflegekasse, pro Monat (d.h. 1.200 Euro oder 2.400 Euro pro Kalenderjahr) zur Verfügung. Auch an einer Demenz erkrankte Personen, die keine Pflegestufe haben, erhalten die Leistungen. Die Monatsbeträge können, sofern sie in einem Jahr nicht ausgeschöpft wurden, auf das nächste Jahr übertragen werden. Das Geld kann zum Beispiel für Betreuungsleistungen von Pflegediensten, die Tagespflege oder die Kurzzeitpflege genutzt werden.
 
Pflegestufe I
Erforderlicher Pflegeaufwand in den Bereichen:
• Körperpflege, Beweglichkeit / Mobilität, Ernährung
• Wenigstens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren dieser Bereiche.
Pflegebedarf:
• Täglich durchschnittlich mehr als 45 Minuten. Hauswirtschaftliche Versorgung Mehrfach in der Woche.
Der durchschnittliche tägliche Zeitaufwand muss insgesamt mindestens 90 Minuten betragen.
 
Pflegestufe II
Erforderlicher Pflegeaufwand in den Bereichen:
• Körperpflege, Beweglichkeit / Mobilität, Ernährung
• Mindestens dreimal täglich, zu verschiedenen Tageszeiten, Hilfe aus diesen Bereichen.
Pflegebedarf:
• Täglich durchschnittlich mindestens 2 Stunden. Hauswirtschaftliche Versorgung. Mehrfach in der Woche.
Der durchschnittliche tägliche Zeitaufwand muss insgesamt mindestens 3 Stunden betragen.
 
Pflegestufe III
Erforderlicher Pflegeaufwand in den Bereichen:
• Körperpflege, Beweglichkeit / Mobilität, Ernährung
• Rund um die Uhr, auch in der Nacht.
Pflegebedarf:
• Täglich durchschnittlich mindestens 4 Stunden. Hauswirtschaftliche Versorgung Mehrfach in der Woche
Der durchschnittliche tägliche Zeitaufwand muss insgesamt mindestens 5 Stunden betragen
 
Häusliche Pflegehilfe – Pflegesachleistung
Menschen, die in ihrer häuslichen Umgebung gepfelgt werden, erhalten Grundpflege und Unterstützung bei der hauswirtschaftlichen Versorgung durch geeignete Pflegekräfte.
Zur Grundpflege gehören Hilfen im Bereich der Ernährung und der Körperpflege sowie z. B. die Unterstützung beim Betten, Aufstehen, Ankleiden oder Waschen. Da mit zunehmendem Umfang des Pflegebedarfs auch der Grad der Pflegebedürftigkeit steigen kann, ist die Höhe des Gesamtwertes, bis zu dem die Kosten der Pflegeeinsätze übernommen werden, nach Pflegestufen gestaffelt. Die Pflegeeinsätze richten sich nach den erforderlichen individuellen Bedürfnissen des Gepflegten.
 
ohne Einschränkung der Alltagskompetenz
nach §45 SGB XI mit Einschränkung der Alltagskompetenz
nach §45 SGB XI Pflegestufe 0 – 231 Euro Pflegestufe I 468 Euro
664 Euro
Pflegestufe II 1.144 Euro
1.298 Euro
Pflegestufe III 1.612 Euro
1.612 Euro
 
Kombinationsleistung
Kann Ihre Pflegeperson nicht den vollen Hilfebedarf abdecken, ist eine Kombination der Pflegegeld- und der Pflegesachleistung möglich. Der Anteil berechnet sich nach dem Verhältnis zwischen dem Ihnen zustehenden Höchstbetrag und der von Ihnen tatsächlich in Anspruch genommenen Sachleistung.
Beispiel:
Ein Pflegebedürftiger der Pflegestufe II nimmt Sachleistungen durch einen ambulanten Pflegedienst in Höhe von 800,80 Euro in Anspruch.
Der ihm zustehende Höchstbetrag beläuft sich auf 1.144 Euro, er hat somit die Sachleistung zu 70 Prozent ausgeschöpft.
Ihm stehen also noch 30 Prozent vom entsprechenden Pflegegeld (458 Euro in Pflegestufe II) zu, das heißt 137,40 Euro. Sie können frei entscheiden, in welchem Verhältnis Sie Geld- und Sachleistungen beanspruchen möchten.
 
Pflegegeldleistung – für pflegende Angehörige
Haben Sie den Wunsch, Ihre pflegerische Versorgung selbst zu sichern, können Sie anstelle der häuslichen Pflegehilfe ein monatliches Pflegegeld beantragen. Es liegt in Ihrer Entscheidung, ob Sie Angehörige, Freunde mit Ihrer Pflege betrauen. Die Höhe des Pflegegeldes hängt von Ihrem Grad Ihrer Pflegebedürftigkeit ab.
Der regelmäßige Abruf eines Pflegeeinsatzes von einer zugelassenen Pflegeeinrichtung sichert die Qualität der häuslichen Pflege und schützt den Pflegenden. Wird beispielsweise eine Überforderung festgestellt, kann z.B. durch Beratung des Pflegedienstes und Hilfestellung entlastend mitgewirkt werden.In den Pflegestufen I und II ist dieser Pflegeeinsatz einmal halbjährlich, in der Pflegestufe III einmal vierteljährlich abzurufen – ansonsten drohen seitens der Pflegekasse die Kürzung des Pflegegeldes oder sogar der Entzug der Geldleistung – bitte setzten Sie sich als Pflegender Angehöriger rechtzeitig mit uns in Verbindung, wir beraten Sie gerne und unverbindlich.
 
ohne Einschränkung der Alltagskompetenz
nach §45 SGB XI mit Einschränkung der Alltagskompetenz
nach §45 SGB XI Pflegestufe 0 – 123 Euro Pflegestufe I 244 Euro
316 Euro
Pflegestufe II 458 Euro
545 Euro
Pflegestufe III 728 Euro
728 Euro
 
Pflegevertretung (Verhinderungspflege)
Kann Ihre Pflegeperson Sie wegen Urlaub, Krankheit oder aus anderen Gründen vorübergehend nicht selbst betreuen, übernimmt Ihre Pflegeversicherung die Kosten für eine Ersatzpflege durch z.B. einen ambulante Pflegedienst für die Dauer bis zu vier Wochen im Kalenderjahr.Voraussetzung ist, dass Sie vor der erstmaligen Verhinderung der Pflegeperson bereits ein halbes Jahr lang von ihr in Ihrer häuslichen Umgebung gepflegt wurden – unabhängig von Ihrer Einstufung.Die Aufwendungen für die erwerbsmäßige Ersatzpflege werden bis zu 2.418 Euro erstattet.
 
Quelle: AOK Die Gesundheitskasse
 
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